Die Geschichte der Hanse
Hanse, war damals im
Mittelalter (seit Mitte des 12.Jahrhunderts) die allgemeine
Bezeichnung für Vereinigung deutscher Kaufleute mit dem gemeinsamen
Ziel, ihre wirtschaftlichen Interessen besonders im Ausland besser
und erfolgreicher vertreten zu können. Aus ihr entstand der
Städtebund der Hanse, in dem sich die Hansestädte zusammenschlossen
und ihre Interessen gegenüber anderen Nationen sowie dem Kaiser
vertragen.
Bedeutung Heute wird das Wort allgemein zur Bezeichnung
der deutschen Hanse als Städtebund gebraucht, die 1356 offiziell
gegründet und in Nordeuropa nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern
auch auf politischen und kulturellen Gebiet zu einem wichtigen
Faktor wurde. So beeinflusste die mittelniederdeutsche Sprache der
Hanse, die eine Lingua franca des Mittelalters war, die Entwicklung
der skandinavischen Sprachen deutlich. Ziel der Hanse war neben dem
Schutz der Kaufleute die Sicherung von den Handelsvorteilen, die sie
sich vor allem durch den Verhansung genannten Boykott eines Hafens
oder Landes zu verschaffen wusste. Die Dokumente der Hanse bezeugen
auch, dass der Schutz vor den damals vielen Piraten und Räubern auf
dem Land ein sehr wichtiges Anliegen der Hanse war.
Handel Der Handel der Hanse verlief sowohl über Land als
auch über See. Dabei nahm der Seehandel den abstand wichtigsten Teil
ein, da die Landwege noch unsicherer als die Seewege damals waren.
Der Seetransport verlief auch schneller, zudem viel weniger Zoll
(Abgabe) an. Ein weiterer wichtiger Faktor für die hervorragende
Stellung der Hanse als Seehandelsmacht waren daher auch die von den
hansischen Kaufleuten benutzten Segelschiffe, die so genannten
Hansekoggen. Sie zeichneten sich gegenüber früheren Schiffstypen
durch hohe Wirtschaftlichkeit aufgrund geringer Bemannung, relativ
großen Laderaum, akzeptable Geschwindigkeit (um 3-8 Knoten
entsprechend 5-15 km/h) und Seetüchtigkeit aus. Die Koggen trugen
damals 40 bis 100 Lasten entsprechend 80 bis 200 Tonnen
Tragfähigkeit, damit die Schiffe Abgaben zahlen konnten (so genannte
Tonnage dues). Sie berechneten, wie viel Heringstonnen auf einem
Schiff verstaut werden konnten. Damit wurde dann der Begriff Tonnen
Ladefähigkeit gefunden. Die Handelsflotte der Hanse umfasste im 14.
Jahrhundert rund 100.000 Tonnen Tragfähigkeit und dürfte weltweit
die größte ihrer Zeit gewesen sein. Im 14. Jahrhundert wurde die
Kogge durch den Holk ersetzt, der eine Tragfähigkeit von bis zu 300
Tonnen hatte. Um 1450 wurde immer mehr dreimastige Kraweelen mit
rund 400 Tonnen Traglast eingesetzt, wie sie in Spanien und Portugal
verwendet wurden. Wichtige Handelsgüter der Hanse waren vor allem
Speisesalz, Salz, Flandern, Wein, Stockfisch,Heringe, Felle, Bier
und Wachs.
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